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Peru: Solidarität mit den MinenarbeiterInnen!
Neben den ArbeiterInnen des
Bildungs-, Gesundheits-, Ingenieursbauwesen und den Bauern und Bäuerinnen der
diversen Regionen des Landes haben nun auch die MinenarbeiterInnen Perus den
Kampf in den letzten Wochen wieder aufgenommen.
In den Kupferminen von Toquepala,
Cuajone und der Raffinerie von Ilo in der Region Moquegua haben die
ArbeiterInnen des mexikanischen multinationalen Konzerns Southern Perú seit April
2007 bereits zweimal unbefristete Streiks ausgerufen. Zur selben Zeit kam es in
den Bergbaugebieten von Marcona in der Region Ica zu Auseinandersetzungen der
MinenarbeiterInnen von Shougang Hierro
Perú, einer chinesischen Kapitalgesellschaft, mit der Unternehmensleitung
und der Polizei. Nach diesen Kämpfen wurde Ronnie Cueto, Sekretär des
Gewerkschaftsverbandes, rund drei Monaten eingesperrt. Momentan blockieren die
MinenarbeiterInnen von Casaplaca in Zentralperu die wichtigste Autobahn des
Landes – eine der Aktionen während ihres unbefristeten Streiks gegen den
Familienclan der Gubbins, die Inhaber der Konzession für die Bewirtschaftung
der Minen der Region. Die Repression hat bisher zwei ArbeiterInnen das Leben
gekostet.
Die MinenarbeiterInnen müssen sich
wie die Mehrheit der ArbeiterInnen in Peru mit Hungerslöhnen und prekären
Beschäftigungsverhältnissen bei Zeitarbeitsfirmen am Leben halten. Zu Tausenden
bilden sie ein Heer billiger Arbeitskräfte für das nationale und transnationale
Kapital. In einer Situation verschärfter Angriffe auf die Arbeitsrechte,
bleiben die ArbeiterInnen in einer Situation der Prekarität und Halblegalität,
haben Arbeitstage von mehr als zwölf Stunden, sind illegalen Kündigungen
ausgesetzt, haben keine Erlaubnis zur Organisierung in Gewerkschaften. Die
fortschreitende Ausbeutung der Ressourcen durch die Unternehmen führt unter
anderem zu einer irreversiblen Umweltzerstörung, vor allem auf Kosten der
Bauerngemeinden in der Umgebung. Gleichzeitig erzielen die KapitalistInnen
unvorstellbare Profite aus diesem Wirtschaftssektor.
Gegen die
Repression gegen kämpfenden MinenarbeiterInnen und allen anderen Teilen der
ArbeiterInnenklasse durch Polizei und Militär!
Für den
Aufbau von Selbstverteidigungskomitees der MinenarbeiterInnen!
Für einen
unbefristeten Streik der MinenarbeiterInnengewerkschaft bis zur Erfüllung der
Forderungen der ArbeiterInnen.
Währenddessen hat die
APRA-Regierung (Alianza Popular Revolucionaria Americana) von Alan García, die mit dem
Fujimorismus und der plutokratischen Unidad
Nacional (Nationalen Einheit) verbündet ist, vom Parlament die Zustimmung
zum Abschluss eines Freihandelsabkommen (TLC) mit den USA erhalten, dem nur
noch vom Kongress in Washington ebenfalls grünes Licht gegeben werden muss. Mit
diesem neuen gesetzlichen Rahmen hat der nordamerikanische Imperialismus nun
besser Möglichkeiten die Rekolonialisierung auf Kosten der peruanischen
ArbeiterInnenklasse voranzutreiben. Die bürgerliche APRA-Regierung liefert so
das Land an die imperialistischen Bourgeoisie aus und massakriert seit fast
einem Jahr ArbeiterInnen und StudentInnen. Um das Inkrafttreten des
Freihandelsabkommens zu verhindern, muss das peruanische Proletariat einen
unbefristeten Generalstreik ausrufen, der zu proklamieren die reformistische
Bürokratie der CGTP (Confederación General de Trabajadores del
Perú) systematisch verweigert.
Entschädigungslose
Enteignung der imperialistischen und privatisierten Unternehmen unter
ArbeiterInnenkontrolle !
Unbefristeter
Generalstreik gegen das Freihandelsabkommen!
Einheit des
Stadt- und Landproletariats gegen die Regierung der Bourgeoisie für den Aufbau
von Volksversammlungen und einer nationalen Volksversammlung (Asamblea Popular Nacional)!
Für eine
ArbeiterInnen- und Bauernregierung! Für die Föderation der sozialistischen
Republiken Lateinamerikas!
Kollektiv Permanente Revolution
1. Juli 2007